Russenknipse

Fotografie – ob digital oder analog

Russenknipse - Fotografie – ob digital oder analog

Warum ich keine Farbe mag

Warum ich keine Farbe mag

Valerie

  • Weil die Wegnahme der Farbe der Realität einen Teil Ihrer Präsenz und Wesens nimmt. Den Unterschied aus dem eingefrorenen Moment der Fotografie und der Fülle Lebensflusses unterstreicht. Das bedeutet für mich auch: Das eigentliche Wesen der Fotografie weiter in den Vordergrund zu stellen

jeffrey

  • Weil Grenzen klarer werden. Kontraste hervortreten, die ich zum Teil selbst vorher nicht wahrgenommen habe. Dafür Elemente und Strukturen in den Vordergrund treten, die von der Farbe überspielt wurden.

Vergebung

  • Weil ich einen Kontrapunkt setzen möchte gegen den Trend der Photoshop-Obsessionen, der überrealistischen HDR-Fotografie. Hier fließen, neben der S/W-Konvertierung, auch Elemente wie Unschärfe und gezielte Provokation ein. Effekte sollen fotografisch sein und nicht in der Bildbearbeitung entstehen. Unaufgeregtheit (darauf gehe ich noch gleich ein) soll Einzug halten . Ein “Anderssein” wollen, ist nicht zu leugnen und soll Ausdruck finden in Sehen & Stil

the wrap

  • Weil die fehlende Farbe Unaufgeregtheit erzeugt. Die Wow-Effekte gehen verloren, werden zumindest weniger und/oder verschieben sich an andere Stellen. Ruhe kehrt ein. Die Komposition wird klarer. Zumindest für mich

Shooting mit Story: You shall not pass

Shooting mit Story: You shall not pass

you shall not pass

Hintergrund für dieses Projekt war es eine Möglichkeit zu schaffen zwei Elemente in die Fotos zu bringen: Kontraste und eine Geschichte.

Die Geschichte sollte grob an eine Szene aus dem Herr der Ringe angelehnt sein. Die Begegnung des Zauberers Gandalf mit einem Balrog, einem Dämon, in den Zwergenminen von Moria. Eine Szene die fast schon in die Popkultur eingegangen ist und Ihren Höhepunkt in einem Satz zusammenfassbar ist: you shall not pass

Man kann diese Szene in den Fotos nicht erkennen ohne diesen Text gelesen zu haben. Diese Szene sollte auch nur als grobe Richtlinie dienen um ein Ringen zwischen zwei scheinbar ungleichen Gegnern zu zeigen.

Um den Kontrast in die Geschichte zu bringen habe ich Gandalf durch eine Frau ersetzt, die im Reinigen mit Ihrem Widersacher zeigt: ich bin stärker

Die Umsetzung war nicht einfach. Zuerst mussten die passenden Personen gefunden werden. Vor allem der Mann war schwierig. Ich musste eine Weile suchen und wurde mit Marco fündig. Eine Idealbesetzung in meinen Augen.

Susanne, die die weibliche Rolle übernahm, war ebenfalls ein absoluter Glücksgriff. Ihr athletisches und feminines Äußeres bot genau den Kontrast den ich wollte.

Das Shooting selbst war trotzdem eine Herausforderung. Die Schwierigkeit lag vor allem in der Lichtsetzung. Ein Punkt den ich definitiv weiter üben muss. Mit den Ergebnissen bin ich dennoch zufrieden und mein Dank gehen an Susanne und Marco die eine Menge Geduld mit mir hatten.

the approach

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Portraits Galore

Portraits Galore – the medium is the message

Fotografie ist eine Mischung aus Technik und Kreativität. Man ist Ingenieur und Künstler. Innerhalb dieser beiden Pole bewegen sich die Optionen der Arbeiten. Die Möglichkeiten und Limitationen des Apparats auf der einen, der Blick und die Vision des Fotografen, auf der anderen Seite, beeinflussen das Foto das am Ende das Ziel ist.

Genau dieses Zusammenspiel soll Thema sein. Eine Reihe aus sechs Shootings. Jedes mit einer anderen Kamera, mit einer anderen Person. Das ganze innerhalb eines Tages. Geschossen wird mit einer Mischung aus analogen und digitalen Kameras. Die Kamera, das Medium, soll hierbei Ihre ganz eigene Charakteristik haben und Ihren eigenen “Geist” mit in die Aufnahme zu bringen

Folgende Kameras stehen auf der Liste

  • Canon EOS 5 D
  • ein iPhone 5 mit der Hipstamatic App
  • eine Mamiya RZ 67
  • eine Holga
  • eine Minolta XD 5
  • eine Ricoh GR 1

Die vier letzten Kameras sind allesamt analoge Kameras. Hier werde ich dann den Kodak Portra 160 als Film nutzen. Für die Shootings mit der Holga und der Ricoh werde ich eventuell Portra 400 nehmen. Beides sehr angenehme Filme deren Emulsion extra für die Portraitfotografie entwickelt wurden.

Ich bin sehr darauf gespannt, ob am Ende die Unterschiede der verwendeten Technik deutlich zu Tage treten. Dass man die Fotos dem “Medium” klar zuordnen kann, die es haben entstehen lassen. Dass sich der “Look” des Films und der digitalen Bearbeitung klar auf die Stimmung auswirken: davon bin ich überzeugt.

Freiwillige, die sich auf dieses Experiment einlassen, haben sich auch schon gefunden. Am 30.03.2014 ist der Tag der Erkenntnis.

Dipping my toes: Photoshop

Dipping my toes: Photoshop

Lange hab ich mich dagegen gewehrt. Das kann man ruhig so sagen. Die Bildbearbeitung war für mich, und ist auch immer noch, die ungeliebte kleine Schwester der Fotografie. Ich hab immer versucht die Zeit für Bearbeitung auf wenige Minuten zu drücken. Mit dem positiven Nebeneffekt das ich immer daran gearbeitet habe alles “in camera” einzufangen. Die Raw-Konvertierung geschah dann in Lightroom, genau wie die grundsätzliche Bearbeitung. Die Umsetzung nach Schwarz/Weiß erledige ich fast immer in Silver Efex Pro 2

Die Bearbeitung meiner Fotografien in Photoshop schreckte mich ab. Dafür gab es eine ganze Reihe an Gründen die, zum Teil, immer noch greifen:

  • das Gefühl das Photoshop zum Prozess des extremen Verfremden einlädt. Hier im speziellen die Composites. Die für mich keine Fotografie mehr sind. Das sind Illustrationen.
  • die Komplexität und die damit verbundene steile Lernkurve.
  • der Preis, die Kosten waren exorbitant hoch.

Aber genau die Reduktion eben dieses Preises hat mich dazu gebracht mich mit Photoshop doch nun mal genauer auseinander zu setzen.

Was jedoch bleibt ist die steile Lernkurve. Und um dieser zu begegnen arbeite ich mich im Moment durch verschiedene Videotutorials durch. Ein Weg des Lernens der für mich sehr gut funktioniert. Und was sich auftut ist eine, wie zu erwarten war, Vervielfachung der Möglichkeiten. In diesen Beispiel habe ich die Filter zum entfernen von Verwacklungen genutzt um ein sehr brauchbares Foto zu bekommen. Der Vorher-Nachher-Verglich spricht für sich.

Vor der Bearbeitung

Vor der Bearbeitung

 

Bild nach der Bearbeitung

Bild nach der Bearbeitung

Ich werde noch eine ganze Weile brauchen um mir überhaupt nur einen Überblick der Möglichkeiten von Photoshop zu verschaffen. Aber entgegengesetzt zu den Überlegungen die bis jetzt immer gegen den Einsatz von Photoshop sprachen, überwiegt jetzt die Neugier. Composites werdet Ihr dennoch keine von mir sehen … more to come

Ausblick auf 2014: Kontraste

Das Jahr 2013 war hauptsächlich von üben, üben und nochmals üben geprägt. Ich war mit vielen Aspekten meiner Fotografie höchst unzufrieden. und bin es immer noch.

Was mir am meisten Kopfzerbrechen machte waren die zwei “Vektoren” die ich eigentlich in jedem meiner Fotos sehen wollte. Der eine Vektor, Stil, kam ganz natürlich. Nach drei Jahren Fotografie hat sich ein Stil eingestellt der von mir als konsistent und wiedererkennbar bezeichnet werden kann.

Der Vektor der mich jedoch frustriert, weil er eben nicht kommen will: Aussage. Eine Stimme die ich durch meine Werke zum Ausdruck bringen will. Nicht einfach nur gefällige Fotos. Nein, ich will polarisieren, zum Nachdenken bringen und gerne auch verstören.

Spiegelungen - was it die Realität

Gelingen will mir das aber nicht so richtig.

um dieser Stimme einen Schritt näher zu kommen habe ich beschlossen das Jahr 2014 dem Themenkomplex “Kontraste” zu widmen. Es soll aber nicht um die Unterschiede zwischen Hell- und Dunkel gehen, zumindest nicht im Wortsinne, sondern um Kontraste im übertragenden Sinne.

Drei Felder mit denen ich üben will habe ich für mich festgelegt:

  • wenig, viel – Kontrast durch Anzahl von Elementen, Personen etc
  • das Unerwartete – Kontrast durch die Diskrepanz aus Erwartung was in einem Foto “passieren sollte”, und tatsächlich passiert
  • Hintergrund, Vordergrund – Kontrast aus den Elementen die sich eben in Vorder- und Hintergrund befinden

Ich spiele mit einem guten halben Dutzend an Fotoideen die in dieser Felder passen. Ich werde also auch im Jahr 2014 hart an meiner Fotografie arbeiten! Und das ab und an sogar in Farbe!

Das Unerwartete

 

 

 

 

 

Video Manual zur Mamiya RZ 67

Mamiya RZ 67 Video Manual

Ich bin heute auf YouTube auf ein geniales Video Tutorial zur Mamiya RZ 67 gestossen. Der Modefotograf Julio Ryuuzaki hat die Funktionen und Features dieser genialen Kamera wunderbar zusammengefasst. Unbedingt ansehen! Auch wenn Ihr keine Mamiya RZ 67 habt. Danach lauft Ihr laus und kauft eine. Auch wenn ich Julios Satz “Diese kleine Kamera ….” nicht ganz unterschrieben möchte!

 

Nik Analog Efex Pro

Nik Analog Efex Pro

Analog Efex Pro ist das neuste Mitglied der Nik Collektion. Jeder der die Collection schon besitzt kann das Tool kostenlos herunterladen. Entgegen meiner ersten Vermutung simuliert es nicht eine Sammlung von verschiedenen Filmen und Ihrer Anmutung sondern “simuliert” den Effekt den alte Kameras auf den Film hatten.

Auswahl in Analog Efex Pro

Die App unterscheidet hierbei “Klassische Kameras”, “Spielzeugkameras”, “Vintage Kameras” und “Nassplatte”. Ich hab die ganzen Kategorien in Anführungszeichen gesetzt weil man dann eben nicht eine entsprechende Kamera auswählen kann, also weder ne Hasselblad, Pentax, Mamiya, Plaubel usw. Was man bekommt ist die Auswahl an Filtern ganz ähnlich wie bei Hipstamatic oder Instagram. Man kann also nicht gezielt einen Filmstil, oder eine Kamera simulieren. Man kann sogar darüber streiten was das ganze mit analoger Fotografie an sich zu tun hat.

Lässt man aber die Nameswahl mal aussen vor bekommt man aber eine Sammlung ganz cooler Filter die zwar eben an dem “Instagramstil” anlegend sind aber einem viel mehr Spielraum und Eingriffsmöglichkeiten bieten. Man hat wesentlich mehr Kontrolle über die verschiedenen Effekte. im Prinzip kann man Analog Efex Pro als Erweiterung von Color Efex Pro 4 ansehen.

Weiter kann man sich, ganz NIK, eigene Presets erstellen um eigene Looks die man kreiert hat immer wieder nutzen zu können. Ich habe mir ein Foto aus einem meiner Shootings ausgewählt und aus jeder Filterkategorie eine, oder mehere, Bearbeitungen gemacht.

klassische-kamera-version-1

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Mit einigen Effekten bin ich sehr zufrieden. Was jedoch gar nicht geht sind die Effekte die die Toykameras bringen (die Verzerrungen sind in meinen Augen sehr umschick und haben nichts mit Holt, Diana oder LOMOS gemein). Die Effekte aus der Kategorie Nassplatte haben mich auch nicht überzeugt. Und das obwohl ich ein großer Freund eben von Ambrotypien, Kollodiumnassplatten etc bin. Aber vielleicht auch gerade deswegen.

Was mir gefällt sind kleine Tools wie das Bokehtool, die Rotationstools und die Simulation von Lightleaks.

Alles in allem ist es mit Analog Efex Pro durchaus möglich sehr gelungene Effekte zu erzielen, ob es jedoch mehr als ein schickes Gimmick ist muss für mich erst noch die Zeit zeigen. Bis jetzt macht es jedoch ne Menge Spaß

Hier noch eine kleine Sammlung an Links:

Seite der NIK Collection

Die NIK Seite zu Analog Efex Pro mit einigen Videos zur Software an sich

Filmtest: Adox Color Implosion

Die Berliner Firma Fotoimpex legt seit einiger Zeit die File der Marke Adox in Eigenregie wieder auf. Damit hat sich auf deutschem Boden wieder ein Produzent von Filmmaterial etabliert. Fotoimpex vertreibt mit dem Adox Color Implosion sogar eine Emulsion in Eigenentwicklung die ich sehr interessant finde.

Ich bin auf diesem Film aufmerksam geworden als ich auf Beispielfotos im Tumbr “Cool Girls Shoot Film” gestossen bin. Da mir die kühlen Farben und auch das Korn sehr gefallen hat hab ich mir bei Fotoimpex 10 Rollen zum testen bestellt. Leider gibt es den Film dort nur im 35mm Format. Ich hätte das ganze gern mit 120er Film getestet, aus Kostengründen legt Fotoimpex den Film bis jetzt aber nur im 135er Format auf.

Der Film ist mit ISO 100 gerated, kann aber, bei 200 und 400 geschossen werden, Reiz dabei ist das es dann zu einem Color Shift kommt der auf einer Infoseite erklärt ist. Was mir jedoch unklar ist ob der Film dann auch entsprechend gepushed werden muss. Was in meiner Umgebung leider nur noch wenige Fachlabore machen. Verstehe ich die Seite von Fotoimpex richtig ist das aber nicht notwendig. Das müsste ich aber noch testen. Ich habe alle Aufnahmen bis jetzt bei ISO 100 geschossen.

Zu bemerken ist auch das der Film keine DX Kennung hat. Man muss also bei Kameras mit automatischer DX Kennung die ISO von Hand wählen. Würde man den Film dann eh auf ISO 200 oder 400 schießen müsste man das ja eh tun.

Meine Aufnahmen hatten allesamt einen Hand zum Grün-Blau. Und wirklich ein “toxisches” Korn, wie auf der Webseite von Fotoimpex beschrieben. Aber das gibt dem Film gerade einen Charme den ich sehr mag. Zusammengefasst muss ich überhaupt sagen das ich den Effekt des Color Implosion sehr mag. Ich würde mir wirklich sehr wünschen das 120er Rollfilm mit dieser Emulsion aufgelegt wird.

Hier eine Auswahl meiner Fotos. Geschossen mit einer EOS 5 und einer LOMO LC-A. Gescanned mit den Sprockets.

Vom Wollen und nicht kriegen

Vom Wollen und nicht kriegen.

In letzter Zeit stosse ich mehr und mehr an meine fotografischen Grenzen. Ich merke das ich meine Motive wiederhole. Das meine Fotos sich eigentlich immer ähneln und ich das was ich mir vorgenommen habe, weg vom Portrait, hin zur Gesichte an ein paar einfachen Dingen scheitert:

  • Raum – das hat sich als mein Hauptproblem herausgestellt. Ich schaffe es nicht meine Sicht “weiter” zu machen. Die Person, das Subjekt in einen Kontext seiner Umgebung zu setzen weil es mir einfach nicht gelingt mit kurzen Brennweiten zu arbeiten. Zwar habe ich mir ein 28mm und ein 20mm angeschafft, trotzdem greife ich immer wieder zum 50mm. Meine Inspiration wird praktisch erdrückt

  • Inspiration – hier kreisen meine Gedanken immer wieder um zwei große Einflüsse. zum einen fasziniert mich momentan sehr die Arbeit von Gregory Crewdson und auf der anderen Seite die Arbeiten die auf dem Tumblr deadlyart gezeigt werden. Es gelingt mir aber nicht wirklich originelle Ideen zu finden die machbar sind

  • Hin zum Analogen – das ist zwar mein Wunsch – 100% Analog – aber in Situationen wo ich denke “jetzt kommt es drauf an” neige ich dann doch überwiegend zur Digitalen zu greifen. Das ist zwar mehr ein selbstgerechtes Problem, nervt aber trotzdem

An diesen Punkten reibe ich mich. Ich habe zwar bei jedem Shooting konsistent gute Ergebnisse, aber eben nicht das was ich will! Ich muss aus meiner Komfortzone. Das 50mm zuhause lassen. Und die 5D gleich mit. Und dabei die Angst hinter mir lassen schlechte Arbeit “abzuliefern”

Leicht gesagt